Light-Produkte – Fluch oder Segen?

Light-Produkte – Fluch oder Segen?

Abnehmen ist nicht immer leicht.

Abnehmen ist nicht immer leicht. Dafür braucht es Disziplin, einen starken Willen und Durchhaltevermögen. Um nicht komplett hungern oder die Ernährung ganz umstellen zu müssen, greifen viele Menschen dann zu Light Produkten. Diese versprechen weniger an Fett als herkömmliche Produkte, weniger Zucker und vor allem weniger Kalorien. Abnehmen ohne auf etwas verzichten zu müssen ist die Devise der „leichten“ Produkte. Doch halten sie wirklich, was sie versprechen? Kann man tatsächlich abnehmen damit und dabei gesund bleiben? Nachfolgend sind die wichtigsten Inhaltsstoffe, die reduziert sein sollen, aufgelistet.

Abnehmkiller Nr. 1: Zucker

Lebensmittel, beziehungsweise Light Produkte, mit weniger bis kaum Zucker, enthalten oft Zuckeraustauschstoffe oder Stevia, das gesundheitlich immer noch umstritten ist. Die ersetzten Süßungsmittel enthalten jedoch ebenso viel Kalorien wie Haushaltszucker selber. Als ahnungsloser Verbraucher merkt man das nicht sofort, da der Konsument sich nicht mit den Fachbegriffen auskennt. Deshalb sollte vorher die Zutatenliste der Inhaltsstoffe genau durchgelesen und notfalls das Produkt im Regal stehen gelassen werden. Gut ist es auch, ein Lightprodukt mit einem herkömmlichen zu vergleichen, direkt im Laden.

Folgende Begriffe stehen ebenfalls für Zucker, sie heißen nur anders:

Dextrose (Traubenzucker)
Fruchtsüße
Fruchzucker
Glucose (ebenfalls Traubenzucker)
Traubenzucker an sich
Maltose (Malzzucker)
Malzzucker an sich
Maltodextrin (Gemisch aus Kohlenhydraten)
Melasse
Milchzucker
Sirup
Stärkesirup
Kandis
Kristallzucker
Laktose (Milchzucker)
Fruktose (Fruchtzucker)
Fruktosesirup
Raffinose (Dreifachzucker)
Sukrose (Saccharose wie Rohrzucker, brauner Zucker, Rübenzucker)
Traubensüße
Isoglucose (Zuckersirup)
Saccharose (Rohrzucker, brauner Zucker….)

Was bedeutet eigentlich…?

-zuckerarm: Dieses Produkt enthält maximal 5 % Zucker auf 100 g oder 0,25 % auf 100 ml
– zuckerfrei: In diesen Produkten ist ebenfalls Zucker enthalten, aber nur 0,5 % auf 100 g bzw. 100 ml
– Ohne Zuckerzusatz oder ohne Kristallzucker: Hier fehlt der normale Haushaltszucker oder Saccharose. Diese Produkte beinhalten jedoch Milch- oder Fruchtzucker, die ebenfalls dick machen
-weniger Zucker: Dieses Produkt enthält 30 % weniger Zucker als das herkömmliche Produkt. Beispiel: Statt 70 % an Zucker in Orangenlimonade, enthält es nur 49 % Zucker auf 100 ml.
– Mit Honig gesüßt: Klingt im ersten Moment gesund, im zweiten fällt auf, dass Honig fast ausschließlich aus Zucker besteht, nämlich zu 80 %.
– Mit der Süße aus Früchten gesüßt oder mit Stevia: Diese Produkte (Bspw. Marmelade) sind oft viel zuckerhaltiger als herkömmliche Produkte, da sie einem Fruktose-Glukose-Extrakt angereichert sind.

Abnehmkiller Nr. 2: Fett

Besonders Fett sollte bei einer Diät und beim Abnehmen allgemein reduziert werden, denn er ist ein Dickmacher. Viele Produkte, besonders Wurst- und Käseprodukte, werben mit fettfreien oder fettreduzierten Waren. Trotz allem nicht mehr davon essen als man es bei normalen Wurst- und Käseprodukten machen würde. Nur in geringen Mengen helfen diese wirklich beim Abnehmen. Das liegt daran, dass Fett ein Geschmacksträger ist. Oft wird Zucker zu den Lightprodukten im Wurst und Käsebereich zugefügt, und so ändert sich nichts an der Zahl der Kalorien.

Was bedeutet eigentlich….?

-Fettarm: Bei dem Produkt beträgt die Menge des Fettes höchstens 3 g auf 100 g. Das gilt unter anderem bei Wurst und Käse als festes Nahrungsmittel, bei flüssigen Lebensmitteln darf der Fettanteil nicht mehr als 1,5 % auf 100 ml betragen
-Fettreduziert: Die Lightprodukte mit dieser Bezeichnung haben mindestens 30 % Fett weniger als die herkömmlichen Produkte
– Fettfrei oder ohne Fett: Auch diese Lebensmittel sind völlig frei von Fett. Erlaubt sind maximal 0,5 g Fett auf 100 g oder ml.
-Kalorienarm: Oft stehen diese Bezeichnungen auf Fertiggerichte. Sie dürfen als Maximalgrenze 40 kcal auf 100 g haben bei flüssigen Lebensmitteln 20 kcal auf 100 ml
– Kalorienreduziert: Das ist das gleiche System wie bei fettreduzierten Produkten. Diese Produkte enthalten mindestens 30 % weniger Kalorien als die herkömmlichen Produkte. Das ist im Übrigen gesetzlich vorgeschrieben
– Kalorienfrei: Natürlich sind auch diese Produkte nicht ganz frei von Kalorien. Sie enthalten maximal 4 kcal auf 100 g. Die Bezeichnung kalorienfrei gilt jedoch nur für einige wenige Produkte wie Weingummi oder Kaugummis

Heißhungerfalle: Ballaststoffe

Ballaststoffe sind unerlässlich beim Abnehmen, weil sie lange sättigen und die Verdauung anregen. Zudem verhindern sie unerwünschte Heißhungerattacken. Doch Ballaststoff ist nicht gleich Ballaststoff, es kommt darauf, was genau man isst. Zum Beispiel sind 6 g Ballaststoffe für einen Becher Joghurt zu viel, allerdings ist das noch wenig im Vergleich mit ballaststoffreichen Lebensmitteln aus der Natur. So hat beispielsweise Weizenkleie auf 100 g 45 g Ballaststoffe und getrocknete Pflaumen 17 %. So ist bei den Produkten, die mit viel Ballaststoffen werben unbedingt auf die Inhaltsstoffe zu achten und ob Zucker enthalten ist.

Was bedeutet eigentlich…?

-viel Ballaststoffe oder reich an Ballaststoffen: Dieses Produkt beinhaltet minimal 3 % Ballaststoffe auf 100 g
-Hoher Ballaststoffgehalt: Klingt ähnlich, hat aber eine andere Zusammensetzung. Diese Produkte müssen minimal 6 g Ballaststoffe auf 100 g haben. Wer es genau wissen möchte: Ein erwachsener Mensch benötigt etwa 45 g Ballaststoffe täglich.
– Angereichert mit Vitamin C, Magnesium oder ähnliches: Solch deklarierte Produkte müssen den täglichen Bedarf dieses angepriesenen Nähr- oder Mineralstoffes bzw. Vitamins zu 15 % decken auf 100 g. Mindestens.

Wer von folgenden Lightprodukten wirklich maßvoll genießt, der kann in der Tat mit ihnen abnehmen beziehungsweise Kalorien einsparen (bei einer sonstigen gesunden Ernährung ohne Süßigkeiten und Fett und Zucker!!!)

-Studentenfutter, Salzgebäck, Cracker, Chips mit Meersalz von Chio: Sie helfen auf Dauer auf eine gesündere Ernährung umzusteigen. Sie schmecken weniger intensiv, relativ fad, aber haben immer noch jede Menge Kalorien. Besser Rohkost genießen!
– Saure Sahne oder Kochsahne statt Schlagsahne: Sie verfeinern Suppen ebenfalls gut, haben aber weniger Kalorien und Fett
– Fettreduzierter Mozarella oder Mozarella light: Toll geeignet fürs Brot oder den Salat. Büßt nichts vom Geschmack ein
– Fettarme Milch: Ist ein guter Ersatz für Vollmilch. Bei weniger Fett hat diese Milch dennoch genauso viele Vitamine, Nährstoffe und Kalzium
-Halbfettmargarine, Halbfettbutter: Schmeckt genauso gut wie normale Margarine oder Butter, hat aber weniger Kalorien und Fett. Ideal als Brotaufstrich, leider lässt sich damit nicht Backen oder Braten, da diese Produkte sehr viel Wasser enthalten
– Fettreduzierter Käse, light Käse: Schmeckt nicht ganz so intensiv wie normaler Käse, ansonsten jedoch ideal als Alternative zum fettreicheren Käse. Allerdings nur als Brotbelag, weil fettreduzierter Käse schneller verbrennt als Herkömmlicher
– Naturjoghurt: Ersetzt Sahne und Creme fraîche beim Kochen und Backen
– Leberwurst light, fettreduzierte Leberwurst: Schmeckt genauso wie normale Leberwurst,
das gleiche gilt für Teewurst.

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